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Rennleitung droht Red Bull Racing mit Startverbot

21. März 2008 - 10:34 Uhr

Nach dem spektakulären Abflug von David Coulthard im Freien Training hat die Rennleitung Red Bull Racing aufgefordert, einen schriftlichen Report abzugeben

David Coulthard
Red Bull Racing-Pilot David Coulthard erwischte es erneut...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Rennleitung zitierte nach dem Freien Training am Freitag in Sepang Teamchef Christian Horner und den technischen Verantwortlichen des Teams, Adrian Newey, zu sich. Auch Teammanager Jonathan Wheatley nahm an dem Treffen direkt im Anschluss der zweiten 90 Trainingsminuten in Malaysia teil.

Hintergrund war ein an für sich zunächst harmlos wirkender Ausrutscher von David Coulthard im Training am Morgen, der durch einen Bruch einer Spurstange ausgelöst wurde. Dieser endete jedoch mit spektakulären Bildern, weil im Kiesbett die Aufhängung des RB4 abgerissen wurde - so wie schon nach der Kollision mit Felipe Massa im Melbourne-Rennen.

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Den Stewards erscheint das Auto des Red Bull-Teams angesichts solcher fragwürdigen Bilder etwas zu fragil. Immerhin forderten sie das Team auf, dem Automobilweltverband FIA einen technischen Report zu überreichen, in dem man die Rennleitung davon überzeugen soll, einen Ausschluss des Teams aus Sicherheitsgründen nicht in Betracht zu ziehen.

"Die Stewards haben nach einem Treffen mit dem Teamchef und dem technischen Vertreter von Red Bull Racing im Zusammenhang mit dem Zwischenfall des Autos mit der Startnummer 9 im ersten Training den Teilnehmer dazu aufgefordert, dem Technischen Delegierten der FIA einen Report zur Verfügung zu stellen, der versichert, dass die Integrität der Aufhängung so gestaltet ist, dass das Auto laut Artikel 2.3 des Technischen Reglements der Formel 1 der Saison 2008 nicht als 'gefährliche Konstruktion' eingestuft werden muss."

"Es sieht einfach nach einem menschlichen Fehler aus."
Christian Horner

Dieser besagte Passus im Reglement sieht vor, dass die Rennleitung ein Fahrzeug aus dem Verkehr ziehen kann, wenn sie die Meinung vertritt, dass ein gefahrloser Einsatz nicht gewährleistet ist. Nach Aussage von Teamchef Christian Horner war das betreffende Bauteil neu und wurde nach dem Rennen in Australien eingebaut. Dort war an Webbers Auto zudem eine Bremsscheibe gebrochen, die das Team jedoch von einem externen Hersteller geliefert bekam.

"Wir haben mit identischen Komponenten über 10.000 Testkilometer abgespult", erklärte der Brite laut 'autosport.com'. "Man kann sehen, dass der Klebstoff versagte und es sieht einfach nach einem menschlichen Fehler aus. Wir machen uns also keine Sorgen über die Sicherheit des Autos für morgen."

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