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Rampf: "Ferrari ist weit voraus"

29. April 2008 - 12:21 Uhr

Aus dem Dreikampf an der Spitze scheint sich eine Zweiklassen-Gesellschaft formiert zu haben - Ferrari weit vorn, dahinter das BMW Sauber F1 Team und McLaren-Mercedes

Willy Rampf
Willy Rampf sieht sich mit seinem Team im engen Duell mit McLaren-Mercedes
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Was in Malaysia seinen Anfang nahm, setzte sich in Bahrain und Barcelona eindrucksvoll fort: Ferrari diktiert das Tempo and er Spitze scheinbar mühelos, dahinter hecheln das BMW Sauber F1 Team und McLaren-Mercedes im Kampf gegeneinander um Podiumsplatzierungen. Gerade die deutsch-schweizerische Mannschaft war als Tabellenführer der Konstrukteure nach Spanien gereist und hatte sich deutlich mehr vorgenommen.

"Wir hatten von Robert (Kubica; Anm. d. Red.) mehr erwartet", sprach Technikdirektor Willy Rampf im Interview mit 'autosport.com' deutliche Worte. "Ich dachte nach den Leistungen im Qualifying, dass wir mit Robert auf das Podium kommen könnten. Uns war schon klar, dass es einen engen Kampf mit McLaren geben würde. Wir sind eng zusammen, im Moment ist der Unterschied vielleicht eine Zehntelsekunde."

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Der Zweikampf mit der britischen Konkurrenz war dann allerdings schon beim Start entschieden, als sich Lewis Hamilton vor Kubica platzieren konnte. "Im Rennen hatten wir den gleichen Speed, die gleiche Taktik und wir waren nicht nah genug dran, um beim Boxenstopp überholen zu können. Unsere Stopps waren zwar ungefähr eine halbe Sekunde schneller als seine, aber das reichte eben nicht", analysierte Rampf das enge Duell.

Aus Dreikampf wurde Duell

"Gegen Ferrari zu kämpfen wird schwierig, denn die sind einige Zehntel voraus."
Willy Rampf

Vorne konnte sich Ferrari ein ruhiges, souveränes Rennen gönnen, während dahinter ein harter Wettkampf tobte. "Ja, Ferrari ist immer noch vor uns und vor McLaren. Es entscheidet sich jetzt eben zwischen McLaren und uns, wer dann den nächsten größeren Schritt machen kann. Gegen Ferrari zu kämpfen wird schwierig, denn die sind einige Zehntel voraus. Zwei Zehntelsekunden reichen da nicht", so der Technische Direktor im BMW Sauber F1 Team.

Während Nick Heidfeld beim Start gut wegkam, büsste Kubica nach einigen Metern im Vergleich viel Speed ein. "Wir werden an unserem System nichts ändern. Wir schauen uns mal die Kupplung an aber ansonsten ist das reine Übungssache", artikulierte Rampf und setzte den Polen im Team damit heftig unter Druck. Für das kommende Rennen in Istanbul erwarte man neue Aerodynamik-Teile, allein schon, weil die Streckencharakteristik ganz anders sei als in Barcelona.

Heidfeld hatte sein Rennen in der Box ruiniert. Schuld daran war nicht er selbst, nicht das Team, sondern die neue Safety-Car-Regel. Der Mönchengladbacher hatten seinen BMW Sauber F1.08 nahezu trocken gefahren, war also zum Tanken gezwungen, obwohl die Boxengasse noch geschlossen war. Die folgende Zeitstrafe ruinierte das Rennen endgültig. "Die FIA ist sicherlich gesprächsbereit und möglicherweise werden die Regeln diesbezüglich ja noch einmal angepasst", erklärte Rampf.

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