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Renault in Bahrain auf verlorenem Posten

04. April 2008 - 18:10 Uhr

Nelson Piquet Jr. war am Freitag in Bahrain schneller als Fernando Alonso, aber das Renault-Team insgesamt war einfach zu langsam

Fernando Alonso
Fernando Alonso ist nach dem ersten Tag in Bahrain nicht gerade optimistisch
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Fernando Alonso kam heute in Bahrain auf eine Bestzeit von 1:33.755 Minuten, Nelson Piquet Jr. umrundete den Sakhir-Kurs in 1:33.247 Minuten. Damit fehlten auf die Tagesbestzeit von Felipe Massa im Ferrari um die zwei Sekunden. Alonso brachte es nach der Session auf den Punkt: "Wir müssen alles umkrempeln. Diese Strecke passt nicht zu unserem Auto."

Selbst in der offiziellen Aussendung des Teams gab er sich kritisch: "Der Tag hätte für uns auch besser laufen können. Wir haben uns darauf konzentriert, meinen R28 möglichst optimal auf das Rennen vorzubereiten, doch es erwies sich als schwierig, auf der Strecke genügend Traktion zu finden. Aus diesem Grund waren wir noch nicht so schnell wie erwartet. Darum widmen wir uns nun der Vorbereitung auf den morgigen Tag. Ich bin mir sicher, die intensive Datenanalyse wird uns noch einige Lösungen aufzeigen", gab er sich zweckoptimistisch.

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Piquet nach Tag eins zufrieden

"Ich hege keine Zweifel, dass wir vom Qualifying einiges erwarten können."
Nelson Piquet Jr.

Piquets Zuversicht klang schon etwas ehrlicher: "Uns sind recht viel versprechende Fortschritte gelungen, aus dieser Perspektive verdient der Tag durchaus das Prädikat produktiv. Im Fokus unseres Interesses stand beispielsweise die Analyse des Bremsverschleißes, der auf diesem Kurs immer sehr hoch ist. In der zweiten Trainingssitzung lag mein R28 bereits sehr gut, ich fühlte mich wohl auf der Strecke. Klar, es gibt für uns immer noch viel zu verbessern, aber ich hege keine Zweifel, dass uns dies bis morgen gelingt und wir vom Qualifying einiges erwarten können", so der Brasilianer.

Das Positive am Renault-Tag: Alonso und Piquet spulten zusammengerechnet nicht weniger als 106 Runden ab, und zwar ohne das geringste Zuverlässigkeitsproblem. Außerdem konnte das geplante Programm komplett abgespult werden: "Obwohl es so windig war", freute sich Chefingenieur Pat Symonds, "entpuppte sich die Strecke hier inmitten der Wüste bei weitem nicht so sandig wie befürchtet. Daher konnten wir heute Morgen viel früher als geplant mit unserer Arbeit beginnen."

Renault mit viel Benzin an Bord

"Zumeist waren unsere beiden Autos mit sehr viel Benzin an Bord unterwegs."
Pat Symonds

Und weiter: "Zumeist waren unsere beiden Autos mit sehr viel Benzin an Bord unterwegs, da wir die Bremsen einem Belastungstest unterziehen wollten. Leider entwickelte sich das Gripniveau nicht so, wie wir uns dies gewünscht hätten. Noch müssen wir die Balance der Fahrzeuge weiter verbessern. Wie auch immer: Jetzt haben wir eine Menge Daten beisammen, die wir bis morgen früh in Ruhe analysieren und auswerten können. Ich denke, dies wird uns einen wichtigen Schritt weiterbringen", erklärte Symonds.

Und Motoreningenieur Denis Chevrier meinte abschließend: "Aus meiner Sicht haben wir einen normalen Start in ein Rennwochenende erlebt, denn wir konnten in Ruhe unser Arbeitspensum ohne große Verzögerungen abhaken. Jetzt machen wir uns daran, die Erfahrungen der Trainingssitzungen zu analysieren und daraus Rückschlüsse zu gewinnen, mit denen wir die Autos bis morgen schneller machen können - insbesondere im Hinblick auf die Reifen und die zur Verfügung stehende Traktion. Wir haben noch nicht alle Spielräume ausgenutzt, um uns zu verbessern. Allerdings fürchte ich, dass unsere Mitbewerber auch nicht schlafen werden."

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