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Toyota inmitten des Mittelfeldes

04. April 2008 - 16:29 Uhr

Jarno Trulli und Timo Glock erlebten einen guten Auftakttag in Bahrain und erlebten nach den Februartests keine unliebsamen Überraschungen

Timo Glock
Timo Glock fürchtet ein wenig die auffrischenden Winde in Bahrain
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Toyota begann das Rennwochenende in Bahrain, das dritte der laufenden Saison, so wie erwartet. Immerhin hatte man, zusammen mit Ferrari, Erfahrung auf dem Kurs aus den Testfahrten im Februar und wusste daher, auf was man zu achten hatte. Probleme gab es kaum, lediglich Timo Glock verbremste sich am Nachmittag und drehte lieber eine Ehrenrunde auf der Asphaltauslauffläche, anstatt seinen TF108 in einen Dreher zu zwingen.

"Das war ein ordentlicher Trainingstag für uns", so Trulli, der Ränge 8 und 14 belegte. "Die Strecke war wie vorhergesagt am Morgen staubig und rutschig. Zudem war es sehr windig, Böen kamen aus wechselnden Richtungen. Wir müssen auch das Auto noch insgesamt verbessern. Wir testeten im Februar hier, wussten also, was zu erwarten war. Die Strecke ist herausfordernd und ich war hier immer stark, daher freue ich mich auf das Wochenende. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Auto viel leistungsfähiger ist. Es ist wichtig, dass wir nun weiterentwickeln, um so viele Punkte wie möglich zu holen."

Timo Glock blieb als 11. und 15. in beiden Sitzungen den Top 10 fern, war aber dennoch zufrieden - zumindest mit dem Nachmittag. "Es war ein produktiver Tag, und das zweite Training lief für mich viel besser als das erste", erklärte der Wersauer. "Am Morgen hatten wir Probleme mit der Bremsstabilität, aber während der Pause verbesserte sich die Strecke und wir konnten das Auto und das Setup weiterentwickeln."

"Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen und das Auto fühlte sich auf längeren Fahrten besser an", so Glock weiter. "Der Test hier im Februar war positiv für uns. Ein Fragezeichen aber bleibt, denn am Wochenende soll es windig werden. Wenn der Wind sehr stark wird, dann könnte das ein Problem sein. Aber das ist für alles gleich."

"Insgesamt sind wir zufrieden", so das Kurzfazit von Chefingenieur Dieter Gass. "Wir hatten nur ein kleines Problem zu Beginn am Nachmittag am Auto von Timo, aber das konnten wir schnell lösen. Abgesehen davon haben wir unser Programm abgespult. Bei den Reifen wissen wir, was wir zu tun haben, auch wenn wir bei den Tests im Winter nicht die weichere Mischung hatten."

Große Vergleiche zu den Testfahrten waren aber ohnehin nicht möglich. "Die Bedingungen heute waren anders als im Februar", erklärte er. "Wir hatten erwartet, dass der Wind ein Problem werden könnte. Für morgen und den Sonntag sieht es so aus, als würde er noch stärker werden. Das wird Auswirkungen haben. Aber wir werden wie immer alles geben, um ein weiteres gutes Ergebnis einzufahren."

Werte und Erkenntnisse aus dem Vorjahr lassen sich zudem nur eingeschränkt nutzen, denn ohne Fahrhilfen ändert sich auch das Setup des Autos - so wird beispielsweise tendenziell mit mehr Abtrieb gefahren. "Wir müssen bei den Handlingseigenschaften vorsichtig sein, speziell hier in Bahrain", so Toyotas Chefaerodynamiker Mark Gillan. "Über Nacht kann Sand auf die Strecke geblasen werden. Ohne Traktionskontrolle neigt das Auto zu durchdrehenden Rändern. Wir müssen daher sicherstellen, dass das Auto aerodynamisch stabiler ist."

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