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Ferrari in der Türkei ohne Nasenloch

06. Mai 2008 - 17:47 Uhr

Ferrari wird in Istanbul ohne die neue Nase des F2008 fahren - Lösung bringt offenbar nur in mittelschnellen bis schnellen Kurven etwas

Ferrari-Nasenloch
Das Nasenloch von Ferrari wird in Istanbul nicht zum Einsatz kommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei den Barcelona-Tests vor dem Spanien-Grand-Prix sorgte Ferrari mit der Einführung einer innovativen Fahrzeugnase für Aufsehen. Konkret geht es dabei um ein Loch in der Nase, das die Luft von unter dem Auto nach oben kanalisiert und dadurch Anpressdruck generiert. Beim letzten Rennen hat sich dieses Nasenloch bewährt.

Am kommenden Wochenende in Istanbul wird der F2008 jedoch wieder mit der konventionellen Nase ausgestattet, wie Ferrari-Chefingenieur Luca Baldisserri heute bestätigte: "Die Autos für Kimi (Räikkönen) und Felipe (Massa; Anm. d. Red.) werden der gleichen Spezifikation wie in Spanien entsprechen, mit der Ausnahme, dass wir im Istanbul Park die gelochte Nase nicht einsetzen werden", kündigte er an.

"Das liegt daran, dass das Loch auf Medium- bis High-Downforce Kursen viel effizienter ist, aber in der Türkei ist weniger Anpressdruck erforderlich", erläuterte Baldisserri. "Die neue Nase hat sehr gut funktioniert, aber wir haben schon beim Renndebüt in Barcelona gesagt, dass wir sie nur auf Strecken einsetzen werden, auf denen wir uns davon einen Vorteil im Vergleich zu einer konventionellen Komponente versprechen."

Grundsätzlich ist Istanbul ein gutes Pflaster für Ferrari: Massa hat die vergangenen beiden Rennen dort gewonnen, Räikkönen fuhr im Vorjahr die schnellste Runde. Außerdem haben die Italiener zwei frische Doppelsiege im Rücken. Baldisserri: "Wir hoffen, dass wir unser Momentum von den vergangenen zwei Siegen hier in Istanbul und von den drei Siegen hintereinander in dieser Saison fortsetzen können."

Vorbereitet haben sich die Italiener mit Testfahrer Marc Gené in Vairano, der Spanier arbeitete dort aber eigentlich eher auf die Grands Prix von Monaco und Kanada hin, die nach der Türkei auf dem Programm stehen. Nach Istanbul geht es dann weiter zu Testfahrten im südfranzösischen Le Castellet, wo man die Möglichkeit, auf unterschiedlichen Streckenvarianten zu testen, ausgiebig nutzen will.

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