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Arai: "Wichtig ist, dass Timo unverletzt blieb"

23. Juli 2008 - 13:44 Uhr

Toyotas Technik-Koordinator Noritoshi Arai analysiert das Hockenheim-Rennen: Schnell nur in der Qualifikation und ein unverletzter Timo Glock

Timo Glock
Der Unfall von Timo Glock - die Schlüsselszene vom Rennsonntag
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zum Heimrennen in Hockenheim präsentierte Toyota das erste größere Update seit dem Großen Preis von Spanien im April. Am neuen Frontflügel ist seit dem Großen Preis von Frankreich kontinuierlich gearbeitet worden. In der gemeinsamen Testwoche vor dem Großen Preis in Hockenheim hatte Toyota noch eine Reihe neuer Teile ausprobiert.

Bereits in Barcelona wurde ein neuer Frontflügel eingeführt, der dann für das Rennen in Silverstone weiter verbessert wurde. Für Deutschland wurde der Flügel erneut überarbeitet. Das Barge-Board und die seitlichen Luftleitbleche wurden neu gestaltet, und, was weniger offensichtlich ist, auch an der oberen Border-Fin vor den Seitenkästen wurden einige Änderungen vorgenommen. Diese Änderungen zielten darauf ab, bei unverändertem Abtrieb die Stabilität des Fahrzeugs zu verbessern.

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Nachdem sich in Spanien die erhoffte Wirkung nicht ganz eingestellt hatte, machte sich Toyota nun große Hoffnungen auf eine verbesserte Performance in Hockenheim. Der Hockenheimring erfordert ein Setup für eine mittlere bis hohe Anpresskraft. Das Team hatte daher Einstellungen vorbereitet, die die Stabilität und Balance bei höherer Geschwindigkeit betonen.

Am Freitagmorgen begann das Training bei nassen Bedingungen, die beiden Autos zeigten aber eine ziemlich gute Balance. Bis zur Session am Nachmittag trocknete die Strecke ab, trotz aller Bemühungen gelang es aber nicht, die Balance wie erhofft zu verbessern. Sicher konnten die gefahrenen Rundenzeiten nicht beeindrucken, das Basis-Setup war aber insgesamt solide und die Zeiten spiegelten eher das Bemühen wider, eine Reihe verschiedener Modifikationen auszuprobieren.

Kein Grip mit den harten Reifen

Zu Anfang des Trainings testete Toyota die Medium-Reifen mit hohem Grip. Timo Glock erzielte in Sektor 2 seine Wochenend-Bestzeit, kam aber unmittelbar am Eintritt in Sektor 3 von der Strecke ab. Jarno Trulli wechselte gegen Ende der letzten Sitzung auf die härtere Mischung und registrierte in Sektor 1 seine bis dahin beste Zeit. Die vorliegenden Bedingungen verhinderten aber, dass er sich über den Rest der Runde weiter verbessern konnte. Insgesamt gesehen war Toyota den Fortschritten nicht unzufrieden.

Im ersten Qualifying-Abschnitt am Samstag boten die harten Reifen, die für dieses Rennen gestellt wurden, bei weitem nicht den benötigten Grip. Nachdem Toyota auf die Medium-Reifen mit der weicheren Mischung gewechselt hatte, zeigte sich der Grip dramatisch verbessert, und Trulli und Glock absolvierten das Q1 zeitgleich mit schnellen Rundenzeiten.

Nach einer schnellen ersten Runde von 1:15,122 Minuten in Q2 waren Trulli und das Team überzeugt, dass ihre Arbeit sich ausgezahlt hatte, was dem Selbstvertrauen erheblichen Auftrieb gab. Leider waren dann beide Piloten gegen Ende des Q2 in Sektor 2 vom Wind betroffen, was Trulli um eine schnellere Runde brachte und Glock daran hinderte, seine Zeit zu verbessern. Das bedeutete, dass er um 0,02 Sekunden den Einzug ins Q3 verpasste.

Trotz allem fuhr Trulli im Q3 eine großartige Runde und eroberte sich den vierten Platz in der Startaufstellung, die bisher beste Position in der gesamten Saison und entsprach mit einer überragenden Leistung den hohen Erwartungen im zweiten Heim-Grand-Prix des Teams.

Am Wichtigsten: Glock unverletzt

Das Wichtigste am Sonntag war, das Timo Glock seinen Crash heil überstanden hat. Die Ursache ist noch nicht ganz klar, aber nach dem, was auf den Monitoren zu sehen war, scheint er Probleme mit der rechten Hinterradaufhängung gehabt zu haben.

Für das Rennen gilt, dass beiden Fahrern ein annehmbarer Start gelang. Trulli verteidigte beim Start seinen vierten Platz und kämpfte dann mit Fernando Alonso (Renault) um die Positionen. Dies konnte sich Robert Kubica (BMW Sauber) zu Nutze machen, der dann Position vier übernahm.

Während Trulli noch den fünften Platz verteidigte, verschlechterte sich nach dem ersten Boxenstopp die Balance des Autos und er konnte sein Tempo nicht mehr halten. Platz neun und damit keine Punkte war die Konsequenz.

Demgegenüber blieb Glock bis zur 29. Runde auf der Strecke. Bei seinem Auto schien das Handling besser zu sein als bei Trulli. Im weiteren Verlauf des Rennens verstärkte sich der Eindruck, dass er nach seinem zweiten Stopp davon profitieren würde und in den Kampf um die Meisterschaftspunkte eingreifen könnte. Dies ist ein weiterer Grund, warum sein Unfall für alle so frustrierend war.

Zwar blieb das Resultat des zweiten Heim-Grand-Prix hinter den Erwartungen zurück, der Speed im Qualifying war aber ein Beweis, dass es in die richtige Richtung gehen. Dies war auch ein Grand Prix, der erneut gezeigt hat, dass es noch Schwierigkeiten zu bewältigen gibt, bevor der Kampf mit den Top-Teams aufgenommen werden kann.

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