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Hockenheim: Top und Flop bei Renault

25. Juli 2008 - 09:08 Uhr

Während Nelson Piquet Jr. erstmals in seiner Karriere auf das Siegerpodest fuhr, versank Doppelweltmeister Fernando Alonso im Mittelfeld

Fernando Alonso
Fernando Alonso erlebte in Hockenheim kein besonders gutes Wochenende
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für Renault entwickelte sich der deutsche Grand Prix zu einem Rennen, dessen Verlauf wohl niemand im Team hätte voraussagen können. Auf einmal lag Nelson Piquet Jr. an der Spitze des Fahrerfeldes und von Starpilot Fernando Alonso war in den vorderen Platzierungen nichts zu sehen - verkehrte Welt im Renault-Team. Piquet zeigte am Hockenheimring eine einwandfreie Vorstellung, sein Teamkollege hatte allerdings so seine liebe Not mit einem etwas bockigen Einsatzfahrzeug.

"Fernando hatte im Rennen schwer zu kämpfen. Über das ganze Wochenende war die Traktion nicht zu seiner Zufriedenheit und wir haben alles unternommen, um ihm zu helfen", bilanzierte Renaults technischer Direktor, Bob Bell im Podcast des Teams. "Für das Qualifying war das Auto dann in einer recht guten Verfassung. Im Rennen hatte er schließlich Probleme mit einem nervösen Heck beim Bremsen und wieder mit der Traktion."


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Alonso mit Traktionsproblemen

"Das hat letztendlich auch seinen Grand Prix kaputt gemacht. Wir werden uns das im Rahmen der Testfahrten noch einmal genauer anschauen", versprach Bell, denn offenbar handelt es sich hierbei um ein andauerndes Problem. "Ja, bei ihm auf alle Fälle", bestätigte Chef-Renningenieur Alan Permane. "Nelson scheint davon nicht allzu sehr betroffen zu sein, es liegt also wohl am Fahrstil."

"Auch in Bahrain und zu Beginn des Barcelona-Wochenendes hatten wir fürchterliche Schwierigkeiten mit der Traktion. Wir haben daran gearbeitet und uns verbessert - auch in Deutschland - aber offensichtlich war das nicht genug", meinte Permane, ehe Kollege Bell näher auf die gegenwärtige Rennpace des R28 einging.

"Wie Alan schon sagte: Nelsons Pace war gegen Rennende richtig solide und er konnte Massa hinter sich halten. Das zeigt meiner Meinung nach, dass wir bei der Rennpace Fortschritte machen. Die Reifen haben gut funktioniert und wir hatten nach dem Rennen keinerlei Probleme mit der Abnutzung. Wir können also unsere Leistungen aus dem Qualifying langsam auch in eine gute Leistung im Rennen ummünzen."

Hockenheim-Leistung war ermutigend

"Da hilft es natürlich, beide Autos ins Ziel zu bekommen", stellte Bell heraus. "Wir hatten schon Fahrfehler oder technische Defekte, die das verhindert haben - das erschwert eine Einschätzung natürlich zusätzlich. Außerdem gab es einige Regenrennen, welche die ganze Situation nochmals verzerren. Aber in Hockenheim hatten wir wohl erstmals ein gutes Paket im Renntrimm."

"Ich denke, wir hatten in Q2 das drittschnellste Auto und haben exakt den Schritt nach vorne gemacht, den ich erwartet hatte", fuhr Bell fort. "Wir kommen immer näher ran und holen auf das BMW Sauber F1 Team auf. Wir haben im Vergleich zu Red Bull und Toyota ein kleines bisschen die Nase vorne. Meiner Meinung nach haben wir derzeit wirklich das viertschnellste Auto im Feld und sind ab und an sogar auf Augenhöhe mit BMW."

"Genau da wollen wir sein, wenn man sich unsere Fortschritte ansieht. Das ganze Team, in der Fabrik und an der Strecke, ist darauf konzentriert und alle wollen die Entwicklung vorantreiben, sodass wir am Saisonende wieder vorne mit dabei sind", gab Bell abschließend die Marschrichtung für Renault vor: "Unser Ziel ist ganz klar, um Pole-Positions und Podien zu kämpfen."

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