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Toller Erfolg für Nick Heidfeld im Heimrennen

20. Juli 2008 - 17:26 Uhr

Von einer nicht aussichtsreichen Position ins Rennen gegangen, verpasste Nick Heidfeld als Vierter das Podium nur knapp - Robert Kubica Siebter

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld kämpfte sich bis auf den vierten Rang nach vorn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nick Heidfeld schrammte im spannenden Großen Preis von Deutschland knapp an einem Podestplatz vorbei. Der deutsche BMW Sauber F1 Team Fahrer war in Hockenheim von Platz zwölf gestartet, fuhr die schnellste Rennrunde und kam als Vierter ins Ziel. Robert Kubica hingegen konnte keinen strategischen Vorteil aus einer Safety-Car-Phase zur Rennmitte ziehen. Der Pole kam als Siebter ins Ziel, von derselben Position war er auch gestartet.

"Von Startplatz zwölf aus ist Platz vier natürlich ein klasse Ergebnis", meinte Heidfeld. "Dadurch, dass ich außerhalb der ersten Zehn losgefahren bin, konnten wir ja die Spritmenge frei wählen und haben uns für einen relativ langen ersten Stint entschieden. So konnte ich während der Safety-Car-Phase draußen bleiben. Dabei war natürlich entscheidend, dass ich dann auch richtig Tempo machen konnte und einen entsprechenden Abstand rausgefahren habe."

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"Dass ich die schnellste Rennrunde gefahren bin, zeigt, was drin war."
Nick Heidfeld

"Das Auto war gut, aber bis zu diesem Moment konnte ich meinen Speed nicht zeigen, weil ich ständig im Verkehr feststeckte. Dass ich die schnellste Rennrunde gefahren bin, zeigt, was drin war. Zum Schluss war ich ganz dicht hinter Felipe Massa, aber ich konnte ihn einfach nicht überholen. Es war ein gutes Heimrennen für mich, und ich bin froh, dass ich den Fans etwas bieten konnte, die ich vielleicht gestern im Qualifying enttäuscht habe."

"Es fällt mir schwer, nach einem solchen Rennen glücklich zu sein", so Kubica. "Während der ersten Hälfte des Rennens konnte ich ähnliche Rundenzeiten wie die McLaren-Mercedes und Ferrari fahren. Aber plötzlich war mein Auto viel zu langsam. Meine Reifen konnten nicht mehr den nötigen Grip aufbauen, vielleicht weil sie nicht mehr auf Temperatur kamen. Wir müssen jetzt die Daten analysieren."

"Dass Nick zudem die schnellste Rennrunde gedreht hat, freut mich für ihn sehr."
Mario Theissen

"Wenn man von den Positionen sieben und zwölf startet und sieben Punkte holt, kann man sehr zufrieden sein", so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Natürlich hat die Safety-Car-Phase den Rennverlauf maßgeblich beeinflusst. Robert hat dadurch seinen starken vierten Platz verloren, während Nick davon profitierte. Beide Fahrer waren fehlerfrei unterwegs. Dass Nick zudem die schnellste Rennrunde gedreht hat, freut mich für ihn sehr. Trotzdem gibt es für uns einige Arbeit, damit wir auch am Start wieder auf den vorderen Plätzen stehen."

Willy Rampf, Technischer Direktor, meinte: "Das war ein aufregendes und spannendes Rennen für uns! Robert legte einen guten Start hin und kam in den ersten Kurven bis auf Position vier vor, die er anschließend sicher hielt. Während der Safety-Car- Phase mussten wir ihn aufgrund seiner Strategie zum Auftanken an die Boxen holen."

"Nick hatte zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Benzin an Bord, deshalb ließen wir ihn draußen. Als das Safety-Car wieder reinkam, legte Nick sehr schnelle Runden hin, was es ihm ermöglichte, viel Zeit auf seine direkten Konkurrenten herauszuholen. Durch die perfekte Arbeit der Boxencrew gelang es ihm, beim Stopp auch noch Heikki Kovalainen zu überholen."

"Robert hatte mit dem schweren Auto und den Prime- Reifen Probleme, diese auf Temperatur zu bringen und konnte keine optimalen Rundenzeiten mehr fahren. Wir haben heute unter schwierigen Bedingungen sieben WM-Punkte geholt. Damit können wir zufrieden sein."

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