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Ungarn: Ferrari als Hai - Hockenheim-Problem analysiert

29. Juli 2008 - 16:03 Uhr

Felipe Massa und Kimi Räikkönen sollen die Ungarn-Statistik von Ferrari aufbessern - Hockenheim-Problem analysiert, Premiere für den Ferrari-Hai

Felipe Massa Ferrari Haifischflosse Jerez
Felipe Massa befand den Haifisch-Ferrari für gut - Renneinsatz in Ungarn
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nur fünf der bisher 22 Ungarnrennen hat Ferrari für sich entscheiden können: 1989 blieb es Nigel Mansell vorbehalten, den Premierensieg der Scuderia zu holen, 2002 stand Rubens Barrichello einmal auf dem Siegerpodest ganz oben und 1998, 2001 und 2004 gewann jeweils Michael Schumacher.

In der aktuellen Saison liegt es natürlich an Felipe Massa und Kimi Räikkönen, diese eher durchwachsene Erfolgsquote zu verbessern, aber angesichts der jüngsten Resultate wird dieses keine einfache Angelegenheit werden. Speziell Hockenheim warf im Ferrari-Lager große Fragezeichen auf, die in der Zwischenzeit intensiv in Maranello und auch bei den Jerez-Tests bearbeitet wurden.

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Eine riesige Menge an Daten wurde analysiert, denn vor allem das Setup-Rätsel von Räikkönens Deutschland-Auftritt erforderte eine schnelle Lösung. Der Finne fuhr in Jerez viele Vergleichstests und bei Ferrari glaubt man mittlerweile zu verstehen, was beiden Piloten in Hockenheim passierte.

Am F2008 lag es demnach nicht, sondern an der Tatsache, dass Massa und Räikkönen am Rennsonntag beide nicht in der Lage waren, die optimale Performance aus ihren Bridgestone-Reifen herauszuholen. Genauere Hintergründe gab Ferrari nicht an, man erklärte nur, dass es sich "um verschiedene Ursachen" gehandelt habe, die sich in Hockenheim an den beiden vorangegangenen Trainingstagen "nicht abgezeichnet hatten."

Rennpremiere für den Haifisch

Podium in Ungarn 2005
Auch Kimi Räikkönen gewann 2005 bereits ein Formel-1-Rennen in Ungarn
© xpb.cc

"Obwohl wir in den vergangenen zwei Rennen eher negativ abgeschnitten haben, befinden wir uns nicht in einer Krise", folgerte Teamchef Stefano Domenicali. "Wir führen nach wie vor in der Konstrukteursmeisterschaft und theoretisch kann am Sonntagabend auch einer unserer Piloten wieder die Fahrerwertung anführen."

Man befinde sich, so ein kämpferischer Domenicali weiter, nach zehn Rennen in einer besseren Situation wie 2007. "Wir haben bisher die Hälfte der Rennen gewonnen und die Hälfte aller Pole Positionen geholt. Wir haben auch in der Vergangenheit aufholen können und gingen am Ende einer Saison als das Top-Team hervor, obwohl wir in weit größeren Schwierigkeiten steckten."

Luca Badoer wird die Einsatzautos in Fiorano einem letzten Funktionstest unterziehen, die - wie bereits vermutet - in Budapest mit der in Jerez getesteten und von Felipe Massa für gut befundenen Haifischflosse antreten werden. Wie in Monaco wird auf dem Hungaroring mit den Bridgestone-Mischungen weich und super-weich gefahren.

Speziell auf den Super-Soft-Reifen waren die Ferraris in der Monaco-Qualifkation mit maximalem Abtrieb stark unterwegs, was auch auf dem engen Kurs nordöstlich von Budapest ein wichtiges Erfolgskriterium ist. Zu erwarten sind überwiegend Zwei-Stopp-Strategien und am Freitag auch viel Graining auf der dann gewöhnlich noch staubigen Strecke. Räikkönen wird einen brandneuen Motor fahren, während Massas Triebwerk seinen zweiten Einsatz gibt.

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