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Dennis: "Zuversicht ist eine Schwäche"
McLaren-Teamchef Ron Dennis glaubt nicht, dass Ferrari in Ungarn stärker war als sein Team, rechnet aber mit einem beinharten WM-Kampf
(Motorsport-Total.com) - Nachdem McLaren-Mercedes Ferrari in Silverstone und Hockenheim recht deutlich im Griff hatte, kam es am Renntag am Hungaroring zu einer Überraschung: Felipe Massa, im Qualifying noch hinter den beiden Silberpfeilen Dritter, erwischte einen Superstart und fuhr dann einen erstklassigen Grand Prix, den er ohne Motorschaden zwei Runden vor Schluss locker gewonnen hätte.
Heikki Kovalainen erbte den Sieg, Polesetter Lewis Hamilton konnte aber wegen eines Reifenschadens in der 41. Runde nicht von Massas Pech profitieren. Davon unabhängig machte Ferrari einen viel stärkeren Eindruck als noch am Samstag erwartet - die nächste Runde im fröhlichen Pendelspiel, das wir Formel-1-Weltmeisterschaft 2008 nennen.

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Also wurde McLaren-Teamchef Ron Dennis gefragt, warum Ferrari am Sonntag plötzlich so stark war. Seine Antwort: "Ich glaube, das waren sie nicht. Massa hatte ein gutes Rennen, aber Kimi (Räikkönen; Anm. d. Red.) war nicht sonderlich stark. Der Ausgang der ersten Kurve war, dass die Leute Massa in Führung sahen und Lewis auf Platz zwei", so der Brite.
Man hätte das Rennen mit Hamilton jedoch auch unter normalen Umständen gewinnen können, denn: "Wir wechselten in den Benzinstrategiemodus, um sicherzustellen, dass wir beim zweiten Stopp nach Massa hereinkommen. Wir planten einen langen zweiten Stint und wollten Massa beim letzten Stopp überholen. Ich denke, dass Lewis die Pace dazu hatte."
Eine nette Theorie, doch ob es in der Praxis auch so einfach gewesen wäre, sei dahingestellt. Hamilton hätte um etwa fünf Runden länger fahren können als Massa, doch sein Rückstand betrug zum Zeitpunkt des Reifenschadens auch bereits über fünf Sekunden - Tendenz steigend. Schwer zu sagen also, ob die silberne Rechnung zu Gold geworden wäre.
"Zuversicht", sagte Dennis abschließend zum WM-Kampf, "ist eine Schwäche. Wir müssen jedes Rennen nehmen, wie es kommt. Niemand zweifelt daran, dass es eine unglaublich umkämpfte Weltmeisterschaft ist, ein ganz enges Rennen zwischen uns und Ferrari. Ich bin aber froh darüber, dass uns unsere Weiterentwicklung vor Ferrari gebracht hat."









