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Glock: "Ich kann es noch gar nicht glauben!"
Timo Glock jubelt über seinen sensationellen zweiten Platz von Ungarn - Reifenprobleme und Magenbeschwerden in der Schlussphase
(Motorsport-Total.com/sid) - Bravo, Timo Glock! Der Toyota-Pilot hielt beim Grand Prix von Ungarn die deutschen Fahnen hoch und sicherte sich das erste Podium seiner Formel-1-Karriere dank einer makellosen Vorstellung. Zwar profitierte er vom späten Ausfall von Felipe Massa und vom Reifenschaden bei Lewis Hamilton, aber wie er sich Kimi Räikkönen in der Schlussphase unter schwierigsten Bedingungen vom Leib hielt, das war erstklassig. Im Interview freute sich der Odenwälder über seinen Triumph.
Frage: "Timo, dein erster Podiumsplatz in der Formel 1, was ist das für ein Gefühl?"
Timo Glock: "Es ist einfach unglaublich, zur Halbzeit meiner ersten Saison auf dem Podium zu stehen. Es war für mich ein perfektes Wochenende."

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Erleichternder Funkspruch am Ende
Frage: "Hattest du in den letzten zwei Runden die Hände noch am Lenkrad oder hast du versucht, dich mit der einen Hand zu kneifen?"
Glock: "Ich habe irgendwann den Funkspruch bekommen, dass Kimi langsamer gemacht hat. Man hat mir dann auch gesagt, ich soll ein bisschen langsamer fahren und das Auto nach Hause bringen."
"Es ist dann meistens schwierig, sich weiterhin zu konzentrieren und keinen Fehler zu machen. Ich habe das aber in den letzten zwei Runden einigermaßen hinbekommen und konnte es in der letzten Runde immer noch nicht glauben! Das Podium ist genial, super für das Team, sehr wichtig für die Konstrukteurs-WM. Mein Auto war von Anfang bis Ende perfekt. Ich kann es noch gar nicht glauben, in meinem ersten Jahr so ein Erfolg..."
Frage: "Wir haben einige Funksprüche gehört. Wie oft hat es denn das Kommando 'Push' gegeben?"
Glock: "Das kam schon ein paar Mal. Ich habe im ersten und zweiten Stint viel gepusht und habe natürlich gewusst, dass wir mit dem harten Reifen viel Zeit gutmachen können, weil wir mit dem weichen einfach Probleme hatten, speziell ich. Ich habe das ganze Wochenende nicht das Gefühl für die weichen Reifen bekommen. Als Felipe Massa ein paar Runden vor meinem Boxenstopp vor mir rauskam, haben wir gesagt, dass wir ein paar Runden früher reinkommen - da war die Strategie ein bisschen ein Chaos. Felipe hat mich aufgehalten. Da sind wir dann auch früher zur Box gegangen, zum Schluss waren wir aber safe."
"Mit Kimi wurde es noch einmal schwierig, denn er war um eine Sekunde pro Runde schneller. Da dachte ich schon: Oh wei! Ich habe versucht, noch einmal zu pushen, habe aber sofort den Reifen überfahren. Es war so schwierig! Ich war dann ehrlich gesagt ein bisschen froh, als ich Felipe stehen sah - natürlich hart für Felipe, aber gut für mich, weil Kimi dann ein bisschen zurückgedreht hat."
Erinnerungen an das GP2-Rennen
Frage: "Was ging dir durch den Kopf, als Kimi Räikkönen im Rückspiegel immer größer wurde?"
Glock: "Im GP2-Rennen steckte ich im Vorjahr mitten im Feld fest. Ich hatte ein gutes Auto, konnte aber niemanden überholen - und in der Formel 1 ist das Überholen noch schwieriger. Ich habe ihn also im Spiegel gesehen und wusste, dass ich jetzt halt keinen Fehler machen darf."
Frage: "Hättest du nach dem guten Qualifying mit Rang fünf gedacht, dass das Rennen für dich noch so viel besser laufen könnte?"
Glock: "Ich hätte nie gedacht, dass ich von Platz fünf auf das Podium fahren könnte. Aber ich hatte einen guten Speed bis in die Endphase des Rennens, als ich mit meinem letzten Reifensatz dann unter Druck von Kimi geraten bin. Ich hatte schon in Hockenheim ein gutes Auto in der Rennabstimmung, das ich an meinen Stil angepasst hatte. Das konnte ich hier im Qualifying und im Rennen bestätigen."
Frage: "In deiner Heimat im Odenwald steigt eine Formel-1-Party? Was ist da heute los und wie wirst du heute feiern?"
Glock: "Ich grüße alle, die am Feiern sind. Ich selbst weiß nicht. Ich fühle mich im Moment ein bisschen platt, weil ich im Rennen durch das viele Trinken wieder ein bisschen Probleme mit dem Magen bekommen habe. Ich habe beim Test in Jerez etwas Falsches gegessen. Ich denke aber, das kriegen wir nach zwei, drei Stunden wieder hin. Dann werden wir ein bisschen feiern."
Frage: "Hattest du keine Nachwirkungen mehr von deinem Unfall vor zwei Wochen in Hockenheim?"
Glock: "Nein, das ist in den Medien deutlich dramatischer gemacht worden als es war. Ich hatte mich schon am Abend nach dem Rennen wieder gut gefühlt, aber man wollte mich zur Sicherheit noch über Nacht im Krankenhaus behalten."










