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Hamilton: Ferrari-Speed keine Überraschung

04. August 2008 - 16:41 Uhr

Lewis Hamilton war vom Ferrari-Rennspeed nur wenig überrascht: "Wären wir vorne gewesen, hätte es anders ausgesehen"

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton geht als WM-Führender in die dreiwöchige Sommerpause
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die kunterbunte Formel-1-Saison fand auch in Ungarn ihre standesgemäße Fortsetzung: Silber ist wegen des Pechs der Roten mit einem blauen Auge davon gekommen. Nach der Qualifikation hatte es noch nach einer weiteren sicheren Siegesfahrt für Lewis Hamilton ausgesehen, doch sofort nach dem Start brachte Felipe Massa die Ferrari-Mannschaft in Front. Die große Überraschung: Der Brasilianer konnte sich sukzessive vom britischen Kontrahenten absetzen, McLaren-Mercedes verlor den Anschluss.

"Sie waren schnell", bescheinigte Hamilton den Roten gegenüber 'autosport.com' einen guten Speed. Allerdings schränkte der WM-Leader ein: "Wenn wir vorne gewesen wären, hätte es wahrscheinlich anders ausgesehen. In Ungarn haben sie aber wirklich ihren starken Speed gezeigt. Wir wussten vorher, dass sie den haben. Nur die Medien denken, es gäbe da einen großen Unterschied."

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Hamilton bleibt also wachsam im Zweikampf mit Ferrari. Der McLaren-Mercedes-Star hatte allerdings Glück im Unglück. Nach seinem Reifenplatzer sah alles nach einem Sieg von Massa aus (was auch einen Wechsel in der WM-Führung bedeutet hätte), aber der Ferrari-Pilot blieb nur zehn Kilometer vor der Zielflagge mit rauchendem Motor stehen. "Ich glaube, ich bin gut gefahren", sagte Hamilton. "Ich habe keine Fehler gemacht. Ich hatte eben nur einen Reifenschaden. Ich habe das Auto ganz vorsichtig zurück gebracht und habe so viele Punkte wie möglich geholt. Mehr konnte man nicht erwarten."

Hamilton Massa
Schlüsselszene nach dem Start: Felipe Massa geht an Lewis Hamilton vorbei
© xpb.cc

"Es war einfach Pech, dass ich derjenige war, der den Platzer hatte. Es war so ein Fall von 'Oh nein, nicht schon wieder'. Mir ist im vergangenen Jahr drei Mal so etwas passiert. Das hat mich letztlich die Meisterschaft gekostet", beschrieb Hamilton seine Gefühle, als dem Pneu in der ersten Kurve plötzlich die Luft ausging. "Ich kann aber noch dankbar sein, denn Kimi hat nicht gewonnen. Es hilft natürlich, dass Heikki gewonnen hat und Timo Zweiter wurde. Damit haben sie den anderen Punkte weggeschnappt, daher bin ich glücklich."

Trotz der Reifenproblematik schaute Hamilton anschließend mit einem Lächeln auf die Fahrerwertung: "Meine Führung ist angewachsen. Das hätte doch niemand erwartet, bei all den Dingen, die uns dieses Jahr schon passiert sind." Der junge Brite liegt nun fünf Punkte vor dem neuen Zweitplatzierten Kimi Räikkönen. "Es ist noch ein langer Weg. Ich muss sicherstellen, dass ich körperlich auch gut auf den Rest der Saison vorbereitet bin", so der 23-Jährige vor der dreiwöchigen Formel-1-Sommerpause.

"Ich muss dafür sorgen, dass wir unsere Performance aufrecht erhalten. Man hat das wohl in Ungarn gesehen. Im zweiten Stint war ich schwerer als Felipe und dennoch konnte ich auf ihn aufholen. Ich glaube, wir haben ein gutes Tempo gezeigt und ich konnte meinen Rennspeed erneut beweisen. Felipe und ich waren die schnellsten Leute auf der Strecke und das war gut so." Beim Start hatte sich Hamilton vom Ferrari-Piloten überraschen lassen, als dieser mit einem harten Ausbremsmanöver vorbei zog. "Ich hatte Angst, wir könnten uns berühren. Daher habe ich zurückgezogen. Das passiert nicht nochmal."

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