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Theissen macht sich wegen KERS keine Sorgen

01. August 2008 - 13:14 Uhr

Trotz der jüngsten Zwischenfälle ist Mario Theissen weiterhin davon überzeugt, dass KERS in der kommenden Saison absolut sicher sein wird

Mario Theissen
Mario Theissen stellt wegen der Vorfälle KERS nicht generell in Frage
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Erst das Feuer in der Red-Bull-Fabrik in Milton Keynes, die wegen eines Feuers sogar evakuiert werden musste, dann ein Zwischenfall beim Shakedown des KERS des BMW Sauber F1 Teams in Miramas, zuletzt ein Stromschlag für einen Mechaniker bei Testfahrten in Jerez (zum Video!) - die Zwischenfälle mit der KERS-Hybridtechnologie in der Formel 1 häufen sich.

Inzwischen werden sogar Stimmen laut, die eine Aufschiebung des Debüts der Technologie fordern - laut FIA-Plan soll KERS ja schon 2009 zugelassen werden. Derzeit gibt es zwei große Baustellen: Die eine ist, dass Kohlefaser Strom leitet und daher die Gefahr von Stromschlägen wie in Jerez akut im Raum steht, die andere ist der Transport der Batterien im Flugzeug, der ebenfalls ein hohes Gefahrenpotenzial in sich birgt.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen steht dennoch zu den KERS-Plänen: "Uns war die Energiemenge, die mit KERS einhergeht, immer bewusst - die ist viel geringer als etwa das Energiepotenzial eines vollen Benzintanks. Wir wissen, dass diese Technologie bei vielen Straßenautos kein Problem ist, obwohl die mehr elektrische Energie tragen, also sehe ich keinen Grund, warum wir die Probleme nicht in den Griff bekommen sollten", sagte er gegenüber 'autosport.com'.

Trotzdem werden die jüngsten Zwischenfälle natürlich nicht auf die leichte Schulter genommen, weshalb das BMW Sauber F1 Team einen Prozess namens FMEA (Analyse von Defekten, Modi und Auswirkungen) eingeleitet hat. Außerdem hat Theissen angekündigt, dass die Ergebnisse der Untersuchung des Stromschlags von Jerez nicht nur der FIA, sondern auch allen anderen Teams zur Verfügung gestellt werden sollen.

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