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Formel-1-Teamchefs im 2009-Fieber

05. September 2008 - 20:15 Uhr

Die Teamchefs von Ferrari, McLaren-Mercedes, Toyota und Honda über die Entwicklungsarbeit für 2009 und die Hoffnung auf spannendere Rennen

David Coulthard
Im Windkanal wird längst für 2009 gearbeitet (Archivbild)
© Red Bull

(Motorsport-Total.com) - Mit diesem Wochenende beginnt das letzte Drittel der Formel-1-Saison 2008. Naturgemäß liegt nun der Schwerpunkt bei der Entwicklungsarbeit bereits auf dem Auto für das kommende Jahr.

Dabei stehen die Teams vor einer neuen Herausforderung, denn das Reglement verändert sich angesichts der Beschneidung der Aerodynamik, der Rückkehr profilloser Reifen und der Einführung von Energie-Rückgewinnungssystemen dramatisch.

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"Wir denken, dass wir gute Arbeit leisten, aber bis wir nach Melbourne kommen und die relative Leistung sehen, wissen wir nicht, wie gut sie ist", so Toyota-Teamchef John Howett. "Das ist unsere aufrichtige Position."

"Es herrscht noch eine gewisse Skepsis."
John Howett

Und glaubt der Brite, dass die Rennen dank dem neuen Reglement spannender werden? "Es sollte das Überholen vielleicht einfacher gestalten, aber es herrscht noch eine gewisse Skepsis, und wir müssen das noch bewerten. Ich weiß es nicht. Wir glauben an die Arbeit der Arbeitsgruppe Überholen, aber bis es schlussendlich bewiesen ist, steht dahinter ein Fragezeichen."

Honda-Teamchef Ross Brawn zeigt sich ebenfalls mit den im Team bisher gemachten Fortschritten zufrieden, benötigt aber natürlich auch Anhaltspunkte, um sagen zu können, wie gut die geleistete Entwicklungsarbeit tatsächlich ist. "Aber wir haben alles, was uns zur Verfügung steht, in das nächstjährige Auto gesteckt. Ich denke nicht, dass wir noch mehr tun können."

Und was meint Brawn, glaubt er an bessere Rennen durch das neue Reglement? Die Arbeitsgruppe Überholen hat meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet. Es ist nun die Frage, ob die Autos, die wir dadurch erhalten werden, jene Autos sind, die wir uns vorgestellt haben. Falls nicht, dann müssen wir uns im Hinblick auf die Zukunft eine Veränderung des Reglements anschauen."

"Wir wären mit dem nächstjährigen Auto gern etwas weiter."
Martin Whitmarsh

McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh erklärt wenig überraschend, dass man noch am diesjährigen Auto arbeitet, schließlich fährt man um die Weltmeisterschaft: "Wir wären mit dem nächstjährigen Auto gern etwas weiter, aber dies bedeutet nicht, dass wir uns in einer schlechten Form befinden. Solange man nicht mit den anderen auf der Strecke ist, kann man das auch nicht wirklich wissen."

Man wisse zunächst nur, wie sehr man sich im Vergleich zum letztjährigen Auto gesteigert hat. "Die Furcht ist, dass man etwas ausgelassen hat, wenn die Autos so radikal anders sind. Ich kann mir vorstellen, dass es eine größere Vielfalt gibt als normal, wenn die Autos vorgestellt werden. Und dann wird es wohl ein sehr schnelles Handeln der Teams geben, die daran arbeiten, ihre Autos an jene anzupassen, von denen sie denken, dass sie die schnellsten sind."

"Es ist das erste Mal, dass das Thema wirklich ernsthaft angegangen wurde."
Martin Whitmarsh

Whitmarsh lobt in Bezug auf die Arbeitsgruppe Überholen die enge Zusammenarbeit mit den Teams und ist nun gespannt, wie sich dies auf der Strecke auswirken wird: "Aber wir sollten angesichts der Fortschritte applaudieren. Im Moment ist es der beste Versuch, den wir jemals hatten, und es ist das erste Mal, dass das Thema wirklich ernsthaft angegangen wurde."

Auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali ist gespannt, wie gut sein Team daran arbeitet, die Ingenieure in der Lage sind, das Maximum aus dem neuen Reglement zu machen. Auch die Veränderungen für mehr Überholmanöver lobt der Italiener.

Sein Team befindet sich ebenfalls im Kampf um den Titel, dementsprechend investiert man noch viel Arbeit in die laufende Saison: "Denn die Meisterschaft ist sehr offen, gleichzeitig müssen wir uns jedoch dem neuen Projekt widmen, denn dies ist komplett neu. Wenn du beim ersten Rennen kein gutes Auto hast, dann wird es schwierig sein, kurzfristig ein anderes zu bauen."

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