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Künftig nur noch ein einheitlicher Regenreifen?

04. September 2008 - 12:27 Uhr

Bridgestone denkt darüber nach, künftig nur noch einen Reifentyp für Schlechtwetter anzubieten - Belgien-Mischungen härter als vor einem Jahr

Bridgestone-Reifen
Bridgestone hat für die Formel 1 einen neuen Regenreifen entwickelt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Eine neue Idee kommt dieser Tage aus dem Hause Bridgestone: Die Japaner bieten - wie im Reglement verankert - derzeit zwei verschiedene Regenreifen für unterschiedliche Bedingungen an, Full-Wets und Intermediates beziehungsweise Extreme-Wets und Standard-Wets, wie es in der offiziellen PR-Sprache heißt. Doch das könnte sich ändern.

Denn genau wie für die GP2 hat Bridgestone nun auch für die Formel 1 einen neuen Regenreifen entwickelt, der für alle nassen Bedingungen geeignet sein soll. Das Konzept klingt simpel, ist aber revolutionär: Sobald es nach extremen Schauern abzutrocknen beginnt, wird ein Teil der Lauffläche durch die Reibung mit dem Asphalt nach und nach abgerubbelt. Die Lauffläche, die dann zum Vorschein kommt, funktioniert auch bei abtrocknenden Bedingungen.

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Erste Tests stehen unmittelbar bevor

"Wir haben durch unsere Regenreifenentwicklung in der Formel 1 viel gelernt", erklärt Bridgestone-Sportchef Hirohide Hamashima. "Unser GP2-Einheitsregenreifen ist ein interessanter Entwicklungsbereich. Wir haben nun auch einen einheitlichen Regenreifen für die Formel 1 entwickelt. Das aktuelle Reglement verlangt jedoch noch zwei verschiedenen Spezifikationen, daher wird es noch lange dauern, bis wir diesen Reifen im Renneinsatz sehen werden."

Das muss nicht unbedingt sein: Seit die FIA vorgeschrieben hat, dass es in der Königsklasse nur noch einen Reifenhersteller für alle Teams geben darf, können Regeländerungen verhältnismäßig schnell durchgezogen werden, weil sowieso alle gleichermaßen davon betroffen sind. Sollten die ersten Streckentests also positiv verlaufen, dann könnten die neuen Regenreifen schon früher als erwartet in den Rennen eingesetzt werden.

Mischungen Medium und Hard für das Wochenende

Regnen könnte es übrigens am kommenden Wochenende beim Grand Prix in Spa-Francorchamps. Bei den Trockenreifen fiel die Vorauswahl diesmal auf die beiden härtesten Mischungen aus dem Bridgestone-Sortiment. Hamashima: "Wir mussten mit der Reifenwahl für Belgien diese Saison einen Grad härter gehen, weil wir Probleme mit der Hitzebeständigkeit hatten. Davon sollten die härteren Mischungen weniger betroffen sein."

"Spa", so der Japaner weiter, "ist eine extreme Herausforderung für die Fahrer und auch für die Reifeningenieure. Es ist die längste und komplexeste Strecke. Die Belastungen für die Reifen sind wegen der hohen Geschwindigkeiten und des hohen Anpressdrucks enorm. Außerdem kommt das wechselhafte Wetter in Belgien hinzu. Es hat dort schon oft geregnet, insofern erwarten wir in Spa ein Wochenende voller harter Arbeit."

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