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Senna: "Das hält mich im Titelrennen"

21. Juli 2008 - 15:07 Uhr

Nach einem verkorksten Start holte Bruno Senna im Sprintrennen in Hockenheim noch Rang drei und hielt den Anschluss an Gesamtleader Giorgio Pantano

Bruno Senna
Bruno Senna hat in der Meisterschaft 15 Punkte Rückstand auf Giorgio Pantano
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am Ende konnte Bruno Senna in Hockenheim doch noch auf dem Podium jubeln. Der iSport-Pilot holte im Sprintrennen der GP2 den dritten Platz - und hielt sich damit alle Chancen auf den Titel offen. Denn Rivale Giorgio Pantano konnte mit dem geerbten Sieg im Hauptrennen am Samstag seinen Vorsprung in der Gesamtwertung zwar zunächst ausbauen, ging am Sonntag aber leer aus.

Senna selbst belegte im Hauptrennen den vierten Platz. "Der Regen hat die Sache gegen Ende ziemlich erschwert, obwohl ich diese Herausforderung ziemlich genossen habe", bilanzierte Senna nach dem Hauptrennen am Samstag. "Das Team hat entschieden, das Risiko einzugehen und auf Regenreifen zu setzen. Ich denke, das war auch richtig so, aber wir brauchten ein paar Runden, um daraus den maximalen Vorteil zu ziehen. Am Ende bin ich ziemlich sicher, dass ich das Podium erreicht hätte, wenn es trocken geblieben wäre. Es war frustrierend, so lange hinter di Grassi fest zu hängen, weil ich schneller als er war und hinter ihm zu kleben war nicht gut für meine Reifen. Das Auto hat sich nicht ganz so gut angefühlt, wie in der Vergangenheit, aber ich war damit trotzdem schneller, als Buemi und war ziemlich sicher, Platz drei zu erreichen. Aber dann kam der Regen."

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Kein Start nach Plan

Der Start ins Sprintrennen am Sonntagvormittag verlief für Senna jedoch nicht nach Plan. In der ersten Runde verlor er mehrere Plätze, dann aber kämpfte er sich wieder nach vorn, wich ein paar Unfällen aus und holte schließlich den dritten Platz.

"Das war einer der Tage, an denen man sich mit einer fehlerlosen Fahrt zurückkämpfen muss."
Bruno Senna

"Ich bin von Startplatz fünf losgefahren, was eigentlich ein aussichtsreiches Rennen versprochen hat", sagte Senna nach dem Sprint. "Aber ich hatte einen wirklich schlechten Start, kam ins Getümmel und musste ein paar Leute vorbeilassen, damit ich nicht ganz abgeschossen werde. Das war einer der Tage, an denen man sich mit einer fehlerlosen Fahrt zurückkämpfen muss und das habe ich getan."

"Ich habe ziemlich gepusht und versucht, andere in Fehler zu treiben"m berichtete Senna weiter. "Das ging allerdings an meine Reifen. Als ich Platz drei erreicht hatte, bin ich erst einmal für ein paar Runden vom Gas gegangen, um den Reifendruck zu stabilisieren. Danach habe ich wieder attackiert, um die zwei Führenden einzuholen. Ich habe gesehen, dass Andi Zuber Reifenprobleme hatte, aber ich musste sicherstellen, dass ich nicht zu viel riskiere. Wenn das Rennen noch ein paar Runden länger gewesen wäre, hätte ich vielleicht noch Rang zwei holen können, aber ich habe mich mit einem guten, soliden Ergebnis zufrieden gegeben, dass mich weiter mitten im Titelkampf hält."

Senna bläst zur Aufholjagd

"Es ist schwer, aber nicht unmöglich."
Bruno Senna

Einer jener Piloten, die die Zielflagge nicht gesehen haben, war Gesamtleader Pantano. Damit konnte Senna seinen Rückstand wieder auf 15 Punkte verkürzen. "Wir haben einen tollen Fight mit Giorgio", sagte der Brasilianer über seinen Titelrivalen. "Er ist stark und konstant - und für meinen Geschmack gewinnt er zu viele Rennen! Aber er fährt gut und verdient, was er hat. Aber ich hatte zu Beginn des Jahres zu viele Probleme. Wenn die nicht gewesen wären, dann würde die Sache jetzt anders aussehen."

Um den Italiener noch abzufangen, hat Senna ein ganz einfaches Rezept: "Wir geben weiter Gas und holen mehr Punkte als er", sagte der iSport-Pilot lachend. "Es ist schwer, aber nicht unmöglich. Wenn ich pro Wochenende drei oder vier Punkte mehr hole als er, kann ich gewinnen. Und sollte er ein schlechtes und ich ein gutes Wochenende haben, haben wir wieder Gleichstand - ganz einfach."

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