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Westbrook: Team verschenkt ALMS-Sieg

22. Juli 2008 - 14:46 Uhr

Richard Westbrook hatte in Mid-Ohio die Chance, seinen ersten Sieg in der ALMS zu holen, doch eine falsche Strategie machte alles zunichte

Richard Westbrook
Richard Westbrooks Team hat den Sieg in Mid-Ohio leichtfertig verschenkt
© Sutton

(Motorsport-Total.com) - Er kam, sah und siegte - das wäre beinahe das Motto von Richard Westbrook in der American-Le-Mans-Series ALMS gewesen, aber eben nur beinahe. Der Porsche-Werksfahrer hatte das Rennen in der GT2-Klasse in seinem Farnbacher-Loles-Porsche angeführt und war auf dem Weg zu seinem ersten Sieg in der ALMS. Doch dann veränderte eine Safetycarphase alles.

Westbrook wurde zur völlig falschen Zeit an die Box gerufen, um das Steuer an seinen Teamkollegen Dirk Werner zu übergeben. Das Duo verlor damit eine Runde und schaffte es nur noch, auf Rang vier ins Ziel zu kommen.

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Westbrook war von Startplatz zwei aus ins Rennen gegangen und hatte die Führung übernommen, als er Ferrari-Pilot Jaime Melo überholen konnte. "Ich und Melo sind dem Feld davongefahren", berichtete der Engländer. "Nach etwa 25 Minuten habe ich ihn überholt und konnte davonziehen. Als nach einer Stunde das Safetycar kam, hatte ich drei Sekunden Vorsprung."

Das Safetycar sei direkt hinter ihm auf die Strecke gekommen, "damit war ich eine ganze Runde vor den anderen - das war perfektes Timing. Aber es gab ein Missverständnis mit dem Team. Sie haben mich noch zwei Runden draußen gelassen und mich genau in dem Moment reingeholt, als ich vorbeigewinkt werden sollte, um mich dem Feld wieder anzuschließen. Dann hat auch noch der Airjack nicht funktioniert und wir haben 30 Sekunden verloren, bis Dirk wieder auf die Strecke konnte."

"Wir hatten es auf dem Silbertablett und haben es verschenkt", räumte Teambesitzer Gregory Loles ein. "Es war unser Rennen und dann hat ein grober Fehler bei der Strategie verhindert, dass wir das Potenzial unseres Autos und unserer Fahrer nutzen konnten."

Westbrook hat jetzt erst einmal ein Wochenende frei, dann geht es für ihn im belgischen Spa beim 24-Stunden-Rennen im Rahmen der FIA-GT-Meisterschaft weiter. Dort teilt er sich den Prospeed-Porsche mit Emmanuel Collard und Marc Lieb.