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Stoner triumphiert im sächsischen Regen

13. Juli 2008 - 15:06 Uhr

Weil Dani Pedrosa im Regen auf dem Sachsenring zu viel wollte, war der Weg frei für Casey Stoner - Sieg vor Valentino Rossi und Chris Vermeulen

Casey Stoner
Casey Stoner machte heute auf dem Sachsenring den Hattrick perfekt
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - In der Motorrad-WM gab es heute auf dem Sachsenring drei Favoritensiege: Nach den Erfolgen von Mike di Meglio und Marco Simoncelli in den kleinen Klassen setzte sich im MotoGP-Rennen erwartungsgemäß Casey Stoner durch. Der Marlboro-Ducati-Star hatte aber einen schwierigeren Arbeitstag, als viele im Vorfeld angenommen hatten.

Denn der sächsische Regen machte das Rennen zu einem Geduldsspiel, bei dem es wichtig war, die Nerven nicht zu verlieren - und Bridgestone-Reifen zu haben: Die Top 4 waren mit den japanischen Pneus ausgestattet. Bester Michelin-Pilot hätte Dani Pedrosa werden können, aber der WM-Leader schmiss nicht nur seine Nerven, sondern auch seine Repsol-Honda weg. Damit war der Weg frei für Stoner und Co.

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Weiterer Raketenstart von Pedrosa

Am Start hatte sich Pedrosa zunächst an die Spitze geschoben, wie ihm das in dieser Saison schon oft gelungen ist. Der Spanier führte vor Andrea Dovizioso (JiR-Scot-Honda) und Stoner und schien sich vom teilweise stehenden Wasser auf der Strecke überhaupt nicht irritieren zu lassen. Offenbar war sein sagenhafter Speed aber des Guten zu viel, denn noch in einem sehr frühen Stadium rutschte er bei hoher Geschwindigkeit ins Kiesbett und musste aufgeben.

Damit übernahm Stoner das Kommando, der dieses bis zur Zieldurchfahrt nach 30 Runden nicht mehr abgeben sollte. Der Australier, der seinem Heimatland den 100. Grand-Prix-Sieg der Motorradgeschichte beschwerte, hatte bis zu sieben Sekunden Vorsprung auf Valentino Rossi (Fiat-Yamaha) und brachte am Ende 3,708 davon über die Linie. In der Weltmeisterschaft führt damit nun wieder Rossi, 16 Punkte vor Pedrosa und 20 vor Stoner.

Vermeulen auf dem Podium

Chris Vermeulen
Chris Vermeulen stellte wieder einmal sein Regenkönnen unter Beweis
© Suzuki

Ein Zweikampf entwickelte sich zwischen Chris Vermeulen (Rizla-Suzuki) und Alex de Angelis (Gresini-Honda) um den dritten Platz. Vermeulen spielte seine Klasse im Regen voll aus und geriet nie wirklich in Gefahr, de Angelis ließ sich aber auch nicht ernsthaft abschütteln und fuhr als Vierter das bisher beste Resultat seiner MotoGP-Rookiesaison ein. Fünfter wurde der beste Michelin-Pilot Andrea Dovizioso (JiR-Scot-Honda) vor Sylvain Guintoli (Alice-Ducati).

Insgesamt sahen 13 von 17 gestarteten Teilnehmern die Zielflagge. Anthony West (Kawasaki) wurde seinem Ruf als Regenspezialist nicht wirklich gerecht und kam nur als Zehnter ins Ziel, während Nicky Hayden (Repsol-Honda) nach einem Boxenstopp gar nur als Letzter gewertet wurde. Zu den Ausfällen zählten Pedrosa, Colin Edwards (Tech-3-Yamaha), Marco Melandri (Marlboro-Ducati) und Jorge Lorenzo (Fiat-Yamaha).

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