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Coulthard nimmt für 2006 das Podium ins Visier

03. Dezember 2005 - 16:02 Uhr

Zwar gibt er sich nicht der Illusion hin, dass er im besten Auto sitzen wird, aber David Coulthard möchte 2006 die Topteams ärgern

David Coulthard
David Coulthard ist noch genug motiviert, um nächstes Jahr noch einmal zuzulegen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit 24 Punkten und dem zwölften Gesamtrang in der Fahrer-WM war David Coulthard eine der positivsten Überraschungen der Formel-1-Saison 2005, obwohl ihm im Vorfeld viele Experten nach seinem Rausschmiss bei McLaren-Mercedes den sportlichen Untergang prophezeit hatten. Nächstes Jahr will er sogar noch einmal zulegen und sein Ex-Team gelegentlich ärgern.

Dank Ferrari-Motoren und Neuzugang Adrian Newey, der als einer der besten Designer der Königsklasse gilt, sollte tatsächlich die eine oder andere Überraschung möglich sein. Illusionen gibt sich Coulthard aber nicht hin: "Zu erwarten, das schnellste Auto zu haben, wäre vermessen, aber wir müssen sicher mit dem Ziel ins nächste Jahr gehen, uns gegenüber 2005 zu steigern. Das bedeutet kontinuierlich Top-10-Startplätze, regelmäßige Punkte und ab und zu ein Podium", so der Schotte.

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Der 34-Jährige fordert von seinem Team eine Verbesserung in allen Bereichen, nimmt dabei interessanterweise nicht einmal die Michelin-Reifen aus. Auch er selbst möchte noch einmal zulegen, wenngleich er für seine Leistungen in der zurückliegenden Saison fast ausschließlich mit guten Kritiken bedacht wurde. Nur: Hinter vorgehaltener Hand heißt es nach wie vor, dass Coulthard nicht so schnell ist wie ein Kimi Räikkönen oder Fernando Alonso.

"Ich muss einen besseren Job machen, denn es hat ein paar Rennen gegeben, wo ich nicht gut genug war", meinte "DC" selbstkritisch. "Ich arbeite daran, mich zu verbessern, und alle anderen Abteilungen müssen auch daran glauben, dass es noch besser geht. In jedem Team gibt es immer Leute, die denken, dass ihre Abteilung großartig ist und die anderen alles falsch machen, aber wenn dem so sein sollte, dann müssen diese Leute eben mit ihren Kapazitäten den anderen helfen."

Red Bull sieht Coulthard, der ursprünglich nur für das Übergangsjahr 2005 vorgesehen war, inzwischen übrigens als Leitfigur im A-Rennstall, schließlich ist er sogar älter als Teamchef Christian Horner. Mit seiner Erfahrung von elf Jahren in Topteams kann er auch den Nachwuchspiloten aus dem Kader des Energydrink-Herstellers gelegentlich auf die Sprünge helfen, weshalb ihn Dietrich Mateschitz auch nach Ende seiner aktiven Karriere nicht ziehen lassen möchte.