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Richards: Mit ISC-Millionen Prodrive zurückgekauft
David Richards hält heute mehr als 90 Prozent von Prodrive, weil er das Unternehmen dank der Gelder aus dem ISC-Deal zurückkaufen konnte
(Motorsport-Total.com) - Aus seinem Traum vom eigenen Formel-1-Team ist nichts geworden, aber im Rallyesport bleibt David Richards unverändert ein großer Fisch. Jahrelang so etwas wie der inoffizielle WRC-Promoter, hat sich der Brite nun aus der WM-Vermarktung zurückgezogen, um sich wieder stärker seiner Prodrive-Organisation widmen zu können.
Das ist auch bitter nötig, denn das von Prodrive geführte Subaru-Werksteam hinkt den sensationellen Erfolgen der 1990er-Jahre weiterhin hinterher. Genau das soll sich aber bald ändern, schließlich muss Richards seine Zeit nun nicht mehr für die Formel 1 und die Rallye-WM-Agentur International Sportsworld Communicators (ISC) aufbringen, die er seinerzeit von einem gewissen Bernie Ecclestone übernommen hatte.

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Keine Verbindungen mehr zur ISC
Die ISC ist so etwas die die SLEC des Rallyesports, um in der Formel-1-Sprache zu bleiben. Diese abzutreten, war natürlich eine große Entscheidung: "Ja, es hat sich viel getan in meinem Leben, aber die Veränderung gehört denke ich seit den letzten 50 Jahren zu meinem Leben", erklärte Richards gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Ich habe die ISC vergangenes Jahr verkauft, damit habe ich nichts mehr zu tun."
"Ich habe die ISC an North One verkauft, das TV-Unternehmen, das schon seit sechs oder sieben Jahren für uns gearbeitet hatte. Das ist eine Produktionsfirma, sie stehen fest hinter der Rallye-Weltmeisterschaft, sie sind sehr begeistert und ich freue mich, die ISC in guten Händen zu sehen", so der ehemalige Formel-1-Boss von Benetton und BAR.
Angenehmer Nebeneffekt: Mit den Millionen aus dem ISC-Verkauf an North One konnte Richards die einst an Apex abgegebenen Prodrive-Anteile zurückkaufen, so dass er heute wieder eine deutliche Mehrheit seines eigenen Unternehmens selbst kontrolliert: "Gut über 90 Prozent gehören mir selbst, dann kommen noch Minderheitsteilhaber wie David Lapworth und ein paar andere dazu", bestätigte er am Rande der Rallye Monte Carlo.
ISC-Millionen führten zum Apex-Deal
"Wir waren etwa ein Jahr lang in Verkaufsverhandlungen mit North One, die Transaktion selbst ging dann Mitte des vergangenen Jahres über die Bühne. In der Folge konnte ich den Rest der Anteile an Prodrive von meinem Partner Apex zurückkaufen. Es war von der Abfolge her so, dass ich die ISC verkauft habe - und mit dem Geld davon habe ich Apex ausbezahlt", schilderte er noch einmal den Ablauf der Dinge.
Damit ist Prodrive ein reines Privatunternehmen, was bedeutet, dass die Budgets nicht ausufern können. Allerdings darf man davon ausgehen, dass Richards durchaus Gewinne erwirtschaftet, denn ein guter Geschäftsmann war er schon immer - und mit Partnern wie Subaru (Rallye-WM) oder Aston Martin (Sportwagen), wo er sogar Vorstandschef ist, ist Prodrive gut ausgelastet. Das Formel-1-Team wäre nur die Krönung gewesen.
Als Privater gibt es natürlich Nach-, aber auch Vorteile: "Ich kann dadurch langfristig planen, was ich mit Prodrive machen möchte. Ich muss die Dinge nicht kurz- oder mittelfristig betrachten, wie das Finanzinvestoren normalerweise machen. Ich kann mir überlegen, was meiner Meinung nach langfristig das Beste für die Firma ist", erklärte Richards, warum er über das Fehlen eines Investors gar nicht so unglücklich ist.









