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Monte Carlo: Nie wieder WRC?

05. Februar 2008 - 13:04 Uhr

2009 fällt die Rallye Monte Carlo aus dem WRC-Kalender, aber nun ist fraglich, ob die Organisatoren überhaupt in die Weltmeisterschaft zurück wollen

Daniel Elena, Sébastien Loeb
Daniel Elena und Sébastien Loeb sind die Rekordsieger bei der Rallye Monte Carlo
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye Monte Carlo ist der Klassiker im WRC-Kalender. Seit über 75 Jahren gibt es den WM-Lauf, der längst als legendär einzustufen ist. Deshalb ist es für viele Beteiligte und Fans schade, dass auch dieser Klassiker der neuen Rotation zum Opfer fällt und 2009 nicht im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft steht. Doch nun ist fraglich, ob der WRC-Zirkus überhaupt wieder ins Fürstentum zurückkehren wird.

Die IRC hat die Chance ergriffen und die "Monte" 2009 als Saisonauftakt in ihren Kalender aufgenommen, in dem sich schon andere Klassiker wie San Remo und die Safari-Rallye finden. Nun sind die Meinungen im monegassischen Automobil-Club ACM gespalten. Ein Teil der Vereinsführung möchte in die WRC zurückkehren, es gibt aber auch Funktionäre, die ganz froh wären, wenn sie sich nicht mehr den strikten Zeitplänen der Rallye-Weltmeisterschaft unterwerfen müssten.

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In der IRC ist viel mehr möglich

In diesem Jahr waren die Monegassen schon mutig und ließen bei der Rallye Monte Carlo an vier Tagen volle Wertungsprüfungen fahren, obwohl das WRC-Reglement nur drei Etappen (nach neuem Sprachgebrauch "Tage") vorschreibt. Als IRC-Lauf könnte die "Monte" im kommenden Jahr bis zu sechs Tage dauern. Im Gespräch ist, die Autos erst einmal gesammelt von Paris aus nach Monaco fahren zu lassen (ohne Wertung) und einzelne Tage in Vercours, Valence und Gap sowie nachts am Col de Turini zu fahren.

"Im kommenden Jahr müssen wir uns keine Gedanken über die Beschränkungen der WRC machen."
Réné Isoart

"Im kommenden Jahr müssen wir uns keine Gedanken über die Beschränkungen der WRC machen", sagte ACM-Funktionär Réné Isoart dem Fachmagazin 'Autosport'. "Wir können stimmungsvolle Nachtprüfungen fahren, drei Serviceparks einrichten, die Rallye unter der Woche fahren lassen ... alles ist möglich."

Hat die "Monte" ihren Zauber verloren?

Isoart scheint von der Rallye-Weltmeisterschaft nicht sonderlich begeistert zu sein: "In der WRC ist das Vergnügen nicht so groß, die Atmosphäre ist nicht so besonders", sagte er. "Der Zauber der 'Monte' ist verloren gegangen und es kommen nur noch wenige unserer alten Freunde. Die Rallye gibt es schon sehr lange, länger als die WRC."

WRC-Boss Morrie Chandler konterte, es sei dem ACM freigestellt, ob er Teil der WRC sein wolle oder nicht. Und: "Monte Carlo ist nicht der Dreh- und Angelpunkt der WRC."

Der viermalige Weltmeister Sébastien Loeb, mit fünf Erfolgen Rekordsieger in Monte Carlo, bedauert übrigens, dass die "Monte" im kommenden Jahr kein WM-Lauf ist. "Monte Carlo ist ein Mythos", erklärte Loeb. "Auch Korsika und Deutschland sind nächstes Jahr nicht dabei, es wird ein trauriges Jahr für die französischen Fans. Aber wer sagt, dass ich nächstes Jahr in Monte Carlo nicht dabei bin? Ob ich plane, 2009 beim IRC-Lauf in Monte Carlo anzutreten? Warum nicht?"

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