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Transsyberia Onboard: U-Boot-Fahren im Morast

12. Juli 2008 - 17:44 Uhr

Porsche-Pilot Armin Schwarz schildert bei 'Motorsport-Total.com' seine Erlebnisse bei der Transsyberia 2008: Die ersten beiden Etappen im Schlamm

Armin Schwarz
Armin Schwarz und Andi Schulz bahnen sich ihren Weg durch den sibirischen Morast
© Porsche

(Motorsport-Total.com) - Die ersten beiden Etappen der Transsyberia-Rallye 2008 sind absolviert. Für Porsche-Pilot Armin Schwarz hat die Härteprüfung von Moskau nach Ulaanbaatar turbulent begonnen. Vor allem der erste Tag hatte es in sich, am heutigen zweiten Tag lief es dann besser für den früheren Rallye-Europameister und seinen Co-Piloten Andi Schulz.

"Am ersten Tag waren die angegebenen Distanzen im Roadbook etwas ungenau und wir haben alle miteinander im Wald einen Abzweig nicht gefunden", schilderte Schwarz gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Es sind dann alle quer durch den Wald gefahren. Die Autos sind steckengeblieben, es gab einen Stau und wir waren mittendrin. Damit haben wir zum Auftakt gleich einmal eine Stunde verloren. Aber wir fahren ja 14 Tage lang."


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"Gestern war extrem viel Schlamm und tiefes Wasser, bis zu eineinhalb Meter tief", berichtete Schwarz über die Herausforderungen des ersten Tages. "Das war fast nicht zu bewältigen, weil die Spuren durch das laufende Hin- und Herfahren aller Teilnehmer immer tiefer geworden sind. Irgendwann hatte man nur noch Morast, durch den man fast nicht mehr durchgekommen ist." Schwarz und Schulz haben sich dabei in einem Wasserloch festgefahren. Ein anderer Teilnehmer, dem sie zunächst vorbeigeholfen haben, zog sie dann heraus.

"Irgendwann hatte man nur noch Morast, durch den man fast nicht mehr durchgekommen ist."
Armin Schwarz

"Heute ist es sehr gut gelaufen", sagte Schwarz über den heutigen zweiten Tag. "Wir sind als Siebter gestartet und sind als Dritter ins Ziel gekommen, nur 15 oder 20 Sekunden hinter den ersten. Wo wir im Gesamtklassement genau liegen, weiß ich noch nicht. Aber es geht hier darum, keine Fehler zu machen, sich nicht festzufahren und nichts kaputt zu machen. Dann reicht es auch am Schluss."

Nach der zweiten Etappe ging es für Schwarz und Schulz erst einmal in ein Einkaufszentrum, um Proviant für den morgigen Tag zu besorgen. "Morgen stehen 987 Kilometer an und davon sind zehn Kilometer Sonderprüfung", blickte Schwarz voraus. "Der Charakter der Rallye bleibt noch gleich: Wir fahren immer noch durch die sibirischen Wälder. Das sind meistens Sumpfwälder. Der einzige Unterschied ist, dass es gestern extrem schlammig war und heute mehr sandig. Dadurch war die heutige Prüfung wesentlich selektiver. Man hatte nicht diese tiefen Schlammdurchfahrten. Gestern - das war wirklich wie U-Boot-Fahren."