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Weinberge, Panzerplatte, Hinkelsteine

13. August 2008 - 14:17 Uhr

Vorschau auf die Deutschlandrallye: Das Wetter spielt eine entscheidende Rolle auf den tückischen Straßen - Wer soll Sébastien Loeb schlagen?

Mikko Hirvonen
Mikko Hirvonen in einer der Kehren in den Weinbergen an der Mosel
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye Deutschland stellt Teams und Piloten vor enorme Herausforderungen: Verwinkelte Weinberg-Wirtschaftswege, raue Militärpisten, schnelle Landstraßen - drei sehr unterschiedliche Streckentypen sind in einem Lauf vereint. Los geht es entlang der Mosel über enge, von zahllosen nicht einsehbaren Kurven und engen Spitzkehren geprägte Wirtschaftswege der Weinbauern. Dort brauchen die Piloten vor allem eines: viel Mut.

Von der Mosel geht es auf die Landstraßen des nördlichen Saarlands, die sich vor allem durch geschwungene Kurvenpassagen auszeichnen. Und dann war da noch die "Panzerplatte": Auf dem Truppenübungsplatz Baumholder erwarten raue, Reifen verschleißende Betonpisten die Rallye-Weltelite. Die Strecken an der Panzerplatte werden zudem von sogenannten "Hinkelsteinen" gesäumt. Diese Panzersperren aus massivem Beton bestrafen jeden Fahrfehler hart - diese Lektion mussten schon einige Piloten schmerzhaft lernen.

Straßen als Rutschbahnen

Petrus kann rund um Trier wieder eine entscheidende Rolle spielen: "Bei den Fahrern kennt wohl jeder inzwischen die Tücken von Baumholder, aber wie in jedem Jahr spielt das Wetter dabei eine wichtige Rolle", sagte Experte Armin Schwarz gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wenn es weiter so wechselhaft bleibt, wird es sicherlich nicht einfach, den richtigen Reifen zu nehmen. Denn man kann ja zwischen weich und hart auswählen." Egal ob an der Mosel, im Saarland oder in Baumholder: Die Straßen sind meisten sehr staubig und bereits im Trockenen vergleichsweise glatt. Wenn es regnet, werden heimtückische Rutschbahnen daraus.

"Wenn es weiter so wechselhaft bleibt, wird es sicherlich nicht einfach, den richtigen Reifen zu nehmen."
Armin Schwarz

Die 19 Wertungsprüfungen gehen über insgesamt 352 Wertungskilometer. Die meisten Prüfungen kennen die Piloten bereits aus dem Vorjahr. Allerdings werden manche Prüfungen in entgegengesetzte Richtung gefahren und manche sind ganz neu in der Route. Gestartet wird die Deutschland-Rallye am Donnerstagabend an der Porta Nigra in Trier, dort wird sie am Sonntagmittag mit der Zuschauerprüfung "Circus Maximus" auch abgeschlossen.

Viel Action für die Fans

"Ich glaube, dass die Fans wie jedes Jahr wirklich tolle Action geboten bekommen", erklärte Schwarz. "Es gibt sehr gut einsehbare Prüfungen in den Weinbergen, in Baumholder kann man gut einsehen. Was ein bisschen aus der Rolle fällt, sind die beiden Prüfungen im Saarland, die megaschnell sind, aber auch schön und einsehbar."

"Und dann stellt sich die große Frage: Wer sollte bei der Deutschland-Rallye der Loeb-Jäger sein? Ich sehe eigentlich keinen richtigen", fuhr Schwarz fort. Für Citroën-Star Sébastien Loeb ist die Deutschland-Rallye das "Wohnzimmer". Seit 2002 hat der Elsässer den WM-Lauf ohne Unterbrechung gewonnen, jetzt peilt er seinen siebten Deutschland-Sieg an. "Francois Duval ist zwar im Ford auch dabei", macht Schwarz zumindest einen potentiellen Gegner aus, "aber der ist jetzt schon lange nicht mehr im WRC gesessen, da muss man mal abwarten, wie schnell er in die Gänge kommt und ob er jemanden jagen kann."

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