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Quesnel: "Ein gutes, aber kein Traumergebnis"

02. September 2008 - 15:32 Uhr

Citroën holte in Neuseeland den Doppelsieg, doch Sportchef Olivier Quesnel freute sich nur verhalten - WM für ihn noch lange nicht entschieden

Sébastien Loeb
Glücklicher Sieger bei der Rallye Neuseeland: Champion Sébastien Loeb
© Red Bull/McKlein

(Motorsport-Total.com) - Sébastien Loeb und Daniel Sordo ließen ein bisschen die überschäumende Euphorie vermissen, als sie nach ihrem Doppelsieg in Neuseeland auf dem Podium standen. Freude war natürlich da, doch sie war eher verhalten. Denn beide wussten, dass sie diesen Erfolg nur dem Umstand zu verdanken hatten, dass ihre Ford-Rivalen in der vorletzten Prüfung ein Desaster erlebten. Eigentlich hätte Ford den Doppelsieg geholt, wenn nicht Mikko Hirvonen in der vorletzten Prüfung einen Reifenschaden gehabt hätte und Jari-Matti Latvala ganz ausgeschieden wäre.

Entsprechend zurückhaltend gab sich auch Citroën-Sportchef Olivier Quesnel nach dem Doppelsieg: "Es ist ein gutes Ergebnis, ein sehr gutes Ergebnis - aber kein Traumergebnis. Dani und Seb sind am letzten Tag sehr gut gefahren. der Druck war sehr hoch. Wir haben den Doppelsieg geholt und sind natürlich sehr erfreut. Wir fühlen mit Ford-Teamchef Malcolm Wilson, für ihn muss es sehr schwer sein. Aber man weiß nie - vielleicht trifft es beim nächsten Mal uns?"

Die WRC macht nun erst einmal wieder Pause, Anfang Oktober beginnt der Saisonendspurt mit vier ausstehenden Rallyes. Darunter sind zwei Asphalt-Läufe, bei denen Citroën ohnehin favorisiert wird. Nach dem Doppelsieg in Neuseeland haben die Franzosen bei den Herstellern 20 Punkte Vorsprung auf Ford, Loeb hat in der Fahrerwertung acht Zähler mehr als Hirvonen. Ist die WM entschieden?

"Noch ist gar nichts vorbei", winkte Quesnel ab. "Die Titelträger in beiden Meisterschaften werden wir erst bei der letzten Rallye in Großbritannien kennen. Es wird bis zum Ende ein guter Fight. Bis zum Ende der Saison ist noch gar nichts entschieden."

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